3. Schule als Polis oder "Das Dorf in der Schule"

Mit diesem Versuch wird der alte Anspruch der Schulpädagogik wieder geltend gemacht, das Zusammenleben in der Schule als Modell einer Polis zu begreifen, wo jeder gebraucht wird und jeder jeden braucht. Hier soll nach Maßgabe des individuellen Könnens der eine den anderen bereichern, um sich selbst wieder belehren und bereichern zu lassen. Dies gilt nicht weniger auch für die Erwachsenen und Lehrkräfte, die unter diesen Gegebenheiten die Schule im Dorf wieder als einen Ort begreifen und entdecken können, wo nicht obrigkeitsfixierte Herrschaft ausgeübt oder bloße Dienstleistungen erbracht werden, sondern dem "Leben" Zeit und Raum gegeben wird.